Sensomotorik

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit sensomotorischen Transformationsprozessen, die für die menschliche Handlungs- und Wahrnehmungskontrolle von Bedeutung sind, sowohl bei Gesunden als auch Patienten mit neurologischen Erkrankungen (z.B. vestibulären Funktionsstörungen; degenerativen, vor allem cerebellären und extrapyramidalen Hirnerkrankungen; Schlaganfällen). Schwerpunktsmäßig untersuchen wir Augenbewegungen, um den Einfluss sensomotorischer Prozesse bei Blickkontrolle, visueller Exploration der natürlichen Umwelt, Raumorientierung, posturaler Haltungskontrolle und Lokomotion zu untersuchen. Die neurobiologische Grundlagen sensomotorischer Fehlfunktionen und ihrer zentralnervösen Kompensation untersuchen wir anhand von Läsionsstudien und verschiedenen Formen der funktionellen Hirnaktivitätsmessung (fMRI, Ruheaktivitätsmessung).

Forschungsmethoden

fMRI incl. Resting State Analysen, voxelbasierter Morphometrie (VBM), diffusions-tensor Bildgebung (DTI); Transcraniale Magnet-Stimulation, Posturography [Kistler], Bewegungsmessung (Zebris), Augenbewegungsmessung (Sclerale Magnetspulentechnik [Scleral Search Coil, CNC und Remmel Labs Systeme], Video-Okulographie [EyeLink I und II, EyeSeeCam], Limbustracking, Elektro-Okulographie).

Gruppenmitglieder

Christoph Helmchen, Andreas Sprenger, Peter Trillenberg, Björn Machner, Janina v.d. Gablentz, Maximilian Jandl, Jan-Birger Kirchhoff, Inga Könemund, Carina Palzer, Caroline Voges, Jann Wojak

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Projekte

Zentralnervöse Plastizität bei vestibulären Erkrankungen

Mit verschiedenen Methoden verfolgen wir die Leithypothese, dass periphere vestibuläre Fehl-/Unterfunktionen durch zentralnervöse Kompensation zumindest teilweise ausgeglichen werden kann. Weiterlesen …

Kognitive Modulation von Schmerz

Schmerz und Schmerzlinderung ist eindrucksvoll abhängig von kognitiven Faktoren (Erwartung, Prädiktion, empfundene Kontrollierbarkeit), aber auch intersensorischen Wechselwirkungen. Weiterlesen …

Neuronale Grundlagen okulomotorischer Störungen bei cerebellären Ataxien

Die verlässlichsten Funktionsparameter zur Erfassung cerebellärer Ataxien sind okulomotorische Parameter (z.B. Downbeatnystagmus), die sowohl als präsymptomatischer Marker als auch zur klinischen Verlaufskontrolle und Klassifikation (extracerebelläre Manifestation?) eingesetzt werden können. Weiterlesen …

Aufmerksamkeits- und Raumwahrnehmungsstörungen (Neglect)

Ein Forschungsschwerpunkt unserer Arbeitsgruppe stellt das Neglect-Syndrom dar, eine schwere Aufmerksamkeitsstörung nach rechtsseitigem Schlaganfall, die zu einer Vernachlässigung der linken Raumhälfte führt.

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Visuelle Exploration: neue Erkenntnisse durch online Modifikation von Inhalten

Durch die Analyse von Augenbewegungen (z.B. Blicksprünge und  Fixationen) können neben der frühen visuellen Wahrnehmung und Verarbeitung auch höhere Hirnleistungen wie Gedächtnis und strategisches Planen beurteilt werden. 

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